Q&A vor der Sommerpause
Shownotes
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00:00:00: Hallo, schön dass du da bist und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Nahaufnahme.
00:00:08: Heute gibt es zur Abwechslung nochmal eine Q&A-Folge.
00:00:12: die letzte ist schon über ein halbes Jahr her und ihr habt mir in der Zwischenzeit wieder einige Fragen zugeschickt und dafür euch allen erstmal vielen Dank!
00:00:23: Die Fragen drehen sich rund um die Themen Fotografie Stil Inspiration Selbstständigkeit und alles was vielleicht im Zusammenhang mit meiner Arbeit als Fotograf interessant sein könnte.
00:00:38: Und aus all diesen Fragen habe ich mir für heute insgesamt fünf herausgesucht, vor einer kleinen Sommerpause bis Mitte August.
00:01:04: Aber noch sind wir nicht im Urlaubsmodus und ich möchte jetzt direkt damit beginnen, eure Fragen zu beantworten!
00:01:12: Frage Nummer eins kommt von Michi Was war dein allererstes Motiv das du fotografiert hast?
00:01:19: Diese Frage finde ich sehr schön weil sie tatsächlich auch ziemlich weit zurück reicht.
00:01:27: Ich glaube mein erstes Foto habe Kindergartenzeit gemacht.
00:01:33: Und ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine das es mit der Sofortbildkamera meiner Eltern war und ich glaube auch dass sich damals jemanden aus meiner Familie fotografiert habe entweder meine Mutter oder meine Oma.
00:01:46: Ich kann das nicht mehr mit hundertprozentiger Gewissheit sagen Aber so ist zumindest meine Erinnerung daran.
00:01:53: was aber bei mir noch sehr präsent ist ist dieses Gefühl von Damals Sofortbildkamera zu fotografieren, das war zumindest als Kind etwas sehr magisches.
00:02:08: Du drückst auf den Auslöser dann kommt dieses Bild aus der Kamera und erstmal ist einfach alles weiß!
00:02:14: Und dann wartest du Sekunde um Sekunde Minute um Minute und ganz langsam wird dann was sichtbar.
00:02:23: Ich glaube für viele Kinder die wie ich in den war das wirklich etwas ganz besonderes.
00:02:33: und heute sind wir es gewohnt, dass ein Bild sofort da ist.
00:02:37: Wir fotografieren mit dem Smartphone schauen direkt auf das Display löschen das Bild wieder machen noch eins.
00:02:45: aber damals hatte dieses Warten etwas eigenes fast ja schon etwas Aufregendes denn man wusste nicht sofort ob das Bild gelungen ist.
00:02:57: Man musste zusehen wie's langsam entsteht.
00:02:59: Und vielleicht begann Fotografie rückblickend für mich genau damit.
00:03:04: Also nicht mit dem Wunsch ein perfektes Bild zu machen, sondern... ...mit diesem kindlichen Staun darüber das einen Moment plötzlich sichtbar wird.
00:03:14: und wenn es wirklich stimmt dass ich damals zuerst einen Menschen fotografiert habe und nicht eine Landschaft, ein Gebäude, ein Tier oder irgendetwas anderes dann ist das rückblickend natürlich ein schöner Gedanke für mich heute aus der Perspektive als Porträtfotograf.
00:03:35: Und vielleicht zeigte sich da ja schon sehr früh mein Interesse an Menschen als Motiv und an Gesichtern, an Nähe, an Erinnerung... ...und klar all das ist natürlich im Nachhinein immer auch eine Deutung!
00:03:50: Aber ich kann mich sehr mit diesem Gedanken anfreunden dass schon am Anfang ein Mensch bei mir vor der Kamera stand.
00:03:57: Frage Nummer zwei Stammt von Amelie.
00:04:00: Sie möchte wissen, welche Location fühlt sich für dich magisch an?
00:04:07: Auch das ist eine Frage die ich sehr mag weil sie erst mal nach einem konkreten Ort klingt also einer bestimmten Location.
00:04:19: aber wenn ich ehrlich bin und länger darüber nachdenke sind es für mich gar nicht nur die Orte selbst diese schmargig anfühlen Sondern es sind eher die Momente, die beim Fotografieren entstehen können.
00:04:33: Wenn zum Beispiel die Verbindung zu einem Menschen da ist.
00:04:36: Wenn man merkt dass man plötzlich in einen Flow kommt wenn eine Person vor der Kamera sich fallen lassen kann Emotionen zeigen kann Wenn das Licht stimmt Die Stimmung einfach passt und Wenn man während des Shootings plötzlich merkt Da entsteht gerade wirklich etwas sehr sehr schönes.
00:04:59: Das ist das, was sich für mich dann nach Magie anfühlt.
00:05:03: Also nicht unbedingt im großen pathetischen Sinn sondern eher leise und als ein Moment den man eben nicht vollständig planen kann.
00:05:11: trotzdem gibt es natürlich auch Orte die diese Momente begünstigen Und wenn ich über meine bisherigen Shooting Locations nachdenke Dann sind es meistens eher naturnahe Orte Die für mich eine besondere Wirkung haben Also Orte, die ruhig sind.
00:05:30: Dementsprechend nicht zu laut und nicht zu überladen.
00:05:33: Und da fallen mir spontan zwei konkrete Locations ein.
00:05:40: Und zwar ist der erste ein Wire im Ostallgäu den ich auch schon mal in einer früheren Podcast-Folge erwähnt habe.
00:05:50: Dort hatte ich ja mein erstes After Wedding Shooting.
00:05:54: Dieser Wire hatte für mich damals schon Eine sehr schöne, ruhige und auch etwas mystische Atmosphäre.
00:06:02: Es war also gar kein spektakulärer Ort im Sinne von da muss man unbedingt hin weil dort alles groß und beeindruckend ist sondern eher im Gegenteil diese Ruhe die dieser Ort ausstrahlt und diese Verlassenheit.
00:06:19: Die hat ihn für mich eben besonders gemacht und im übrigen auch Für die Menschen vor meiner Kamera dort sehr gerne noch mal fotografieren.
00:06:30: Am liebsten im Herbst, ich könnte mir vorstellen beispielsweise bei Frühnebel.
00:06:35: das ist dann auch ein ganz spezieller Ort also speziell in positiven Sinne ist und ich denke dass der Ort dann auch nochmal eine andere einfach noch mystischere Atmosphäre bekommt.
00:06:51: Und der zweite Ort Das ist ein Garten im Außengelände des Stöffelparks, also im Umfeld eines ehemaligen Industriegeländes in Westerwald.
00:07:03: Und ich habe dort schon mehrere Shootings gehabt und bin einfach immer wieder beeindruckt davon wie schön dort das Licht während der goldenen Stunde ist.
00:07:13: Die Goldenstunde ist ja nun mal meine bevorzugte Shooting-Tageszeit!
00:07:19: Dieser Garten bekommt kurz vor Sonnenuntergang auch eine ganz besondere Stimmung für mich.
00:07:25: Das Licht wird entsprechend weich, die Umgebung ist sehr ruhig.
00:07:28: Man ist ein bisschen abgelegen und genau dadurch entsteht beim Fotografieren eine sehr angenehme Form von Ruhe.
00:07:37: Und wenn ich es zusammenfassend betrachte würde ich sagen dass magische Locations für mich also gar nicht unbedingt die spektakulärsten Orte sind sondern eher die Orte an denen Ruhe entsteht.
00:07:55: an denen Licht, Atmosphäre und Begegnungen so zusammenkommen dass man beim Fotografieren einfach merkt jetzt passiert gerade etwas.
00:08:05: Und zwar eben etwas sehr schönes auch.
00:08:09: Frage Nummer drei stellt mir Jens Was ist wichtiger beim fotografieren?
00:08:15: Die Technik im Sinne der Ausrüstung oder das photographische Handwerk?
00:08:20: diese frage finde ich auch sehr spannend weil man sie auf den ersten Blick vielleicht schnell beantworten möchte.
00:08:28: Und meine erste Antwort wäre tatsächlich ziemlich klar, für mich ist das fotografische Handwerk wichtiger als die Ausrüstung ganz klar.
00:08:38: aber natürlich heißt es nicht dass ausrüstungen vollkommen egal ist denn gerade wenn man professionell arbeitet braucht man verlässliches Equipment.
00:08:48: Wenn ich zum Beispiel bei einem Event fotografiere dann muss ich mich auf meine Kamera verlassen können dann brauche ich auch eine zweite Kamera als Backup.
00:08:57: Und wenn ein Kunde oder eine Kundin Bilder für größere Druck benötigt, dann spielt die technische Qualität natürlich ebenfalls eine Rolle.
00:09:06: Ich hatte zum Beispiel vor dem Wahlkampf in Rheinland-Pfalz einen Shooting mit einer Politikerin und ihre Bilder sind ja auch für Wahlplakate verwendet worden und dementsprechend brauchst du dann als Fotograf natürlich eine Kamera sehr hohen Auflösung und das gehört dann eben zum Standard Equipment einfach mit dazu.
00:09:31: Und da wäre es ja auch vollkommen unser höchst zu sagen, die Kamera ist mir egal!
00:09:37: Aber was ich im Laufe der Jahre auch gelernt habe... Die teuerste Kamera ist nicht automatisch die beste Kamera für einen selbst.
00:09:46: Ich hab mir zB vor kurzem eine günstigere gebrauchte Zweitkamera zugelegt eigentlich als eine Art Notfallkamera, vor allem mit Blick auf Eventfotografie falls meine Hauptkamera mal unerwartet ausfallen sollte.
00:10:02: Und dabei habe ich dann gemerkt dass diese in Anführungszeichen Notfall Kamera überraschend gut zu meinem fotografischen Stil passt unter anderem deshalb weil sie sehr weiche und natürliche Hauttöne liefert.
00:10:15: für Porträts In der goldenen Stunde ist das wirklich ne ganz tolle Sache.
00:10:23: Das ist für mich natürlich auch sehr interessant und zeigt ganz gut, es geht nicht immer darum das teuerste oder neueste Modell zu haben sondern es geht darum ob eine Kamera zu der eigenen Arbeitsweise und Bildsprache passt.
00:10:40: Wobei ich schon sagen würde wenn man mit einer professionellen Kamera arbeitet sollte man sich unbedingt an den Objektiven sparen.
00:10:47: dass auch so ein Erfahrungswert denn Objektive prägen den Bildcharakter sehr stark.
00:10:53: Trotzdem aber bleibt für mich der wichtigste Punkt, die Ausrüstung setzt in technischen Rahmen.
00:11:00: Aber die Art wie ich fotografiere entscheidet darüber was innerhalb dieses Rahmens entsteht.
00:11:07: zum Beispiel Wie sehe ich Licht?
00:11:10: Wie setze ich eine Person ins Bild?
00:11:12: Welche Perspektive wähle ich?
00:11:14: Wie nah gehe ich ran?
00:11:16: Wie kommuniziere ich beim Shooting?
00:11:19: Und auch noch, wie schaffe ich eine Atmosphäre in der sich die fotografierte Person wohl fühlt?
00:11:29: Gerade in der Porträtfotografie entsteht ein gutes Bild selten nur dadurch dass die Kameratechnik gut ist.
00:11:36: Eine Kamera kann technische Qualität ermöglichen aber sie ersetzt nicht den Blick.
00:11:49: Deshalb würde ich ganz klar sagen, Equipment ist wichtig.
00:11:54: Aber das fotografische Handwerk ist wesentlich wichtiger und genau dort lohnt es sich meiner Meinung nach auch am meisten Zeit rein zu investieren.
00:12:06: Frage Nummer vier kommt nochmal von Amelie.
00:12:10: Wann hast du dein Stil gefunden oder ist er gar nicht statisch sondern wandelbar?
00:12:16: Das ist wahrscheinlich eine der Fragen über die insgesamt am längsten nachdenken könnte.
00:12:23: Denn bevor man sie beantwortet, müsste man eigentlich erst mal fragen was ist fotografischer Stil überhaupt?
00:12:32: Woran macht man ihn fest?
00:12:34: und ist Stil zum Beispiel das Motiv?
00:12:39: oder ist es im Prinzip das was man am meisten fotografiert also Porträts Landschaften was auch immer?
00:12:48: Ist Stil die Bildbearbeitung oder die Frage nach Farbe, schwarz-weiß, kontrastreich oder weich, kühl und warm.
00:12:59: Oder ist Stil viel mehr nicht etwas das tiefer liegt?
00:13:05: Gerade in der Portraitfotografie glaube ich dass Stil nicht nur mit Motiven oder Bearbeitung was zu tun hat.
00:13:12: Das spielt zwar alles eine Rolle aber für mich liegt Stil vor allem auch in der Art wie man auf Menschen blickt welche Seite eines Menschen in den eigenen Bildern sichtbar wird und welche Stimmung immer wieder auftaucht, welche Form von Präsenz man sucht.
00:13:28: Und wenn ich auf meine eigenen Bilder schaue dann merke ich dass sich eigentlich schon relativ früh ein bestimmter Roterfaden durch meine Arbeiten gezogen hat.
00:13:42: Meine Bilder sind meistens eher ruhig, eher sanft, eher introvertiert.
00:13:49: Manchmal zeigen sie vielleicht auch eine Form der Verletzlichkeit.
00:13:55: Zumindest zeigen Sie häufig eine stille, offene Seite von Menschen.
00:13:59: Ich habe zum Beispiel gar nicht so viele Bilder mit sehr dynamischen Posen in meinem Portfolio und das nicht weil ich solche Bilder grundsätzlich schlecht finde sondern weil mein Blick offenbar stärker zu ruhigeren Momenten geht also zu momenten in denen nicht so viel passiert zumindest nicht äußerlich.
00:14:20: Vielleicht ist genau das ein Teil meines Deals, also nicht unbedingt ein bestimmter Look.
00:14:26: Nicht nur schwarz-weiß oder nur Farbe, nicht nur eine bestimmte Location sondern eher diese ruhige sanfte Art auf Menschen zu schauen.
00:14:37: Gleichzeitig glaube ich aber auch dass Stil nichts vollkommen starres ist.
00:14:42: Bild Bearbeitung verändert sich, Farblooks verändern sich Technische Möglichkeiten verändern sie natürlich auch und man selbst verändert sich auch im Laufe der Zeit.
00:14:58: Und je mehr man fotografiert, je mehr Menschen man vor der Kamera hat, Je mehr Erfahrung man macht, desto mehr entwickelt sich auch die eigene Bildsprache weiter meiner Meinung nach.
00:15:09: Vielleicht kann man also sagen Stil hat eine Oberfläche und einen Kern.
00:15:16: Die Oberflächen verändert sich als zum Beispiel Bearbeitung, Farben, Kontraste Lichtsetzung vielleicht auch die Art der Motive.
00:15:25: Aber der Kern bleibt vielleicht doch dann eher also die Frage wie schaue ich auf Menschen welche Atmosphäre suche ich?
00:15:34: Welche Seite eines Menschen interessiert mich besonders?
00:15:38: und wahrscheinlich knüpft das auch ein bisschen an die letzte Folge an in der es um Konsistenz- und Vielfalt im Portfolio ging.
00:15:46: Ich merke bei mir einfach dass ich mich ungern zu eng auf eine einzige Richtung festlege.
00:15:52: Also nicht nur schwarz-weiß oder nur Farbe, nicht nur eine bestimmte Location, Nicht nur Paar Shootings oder nur Business Portraits.
00:16:00: und trotzdem gibt es diesen roten Faden in meiner Arbeit.
00:16:05: Und dieser rote Faden liegt eher in einer bestimmten Haltung bekundet In Ruhe, in sowas wie Sanftheit, in einem eher introvertierten Blick auf Menschen.
00:16:18: Und innerhalb dieses Ramens ist mir dann aber wiederum die Vielfalt wichtig.
00:16:24: Und genau das denke ich gehört zu meinem Stil, dass sich Menschen nicht nur in einer einzigen Rolle oder Stimmung fotografieren möchte sondern unterschiedliche Facetten sichtbar machen will und das eben mit meinem individuellen Blick auf diese Menschen.
00:16:43: Die abschließende Frage Nummer fünf kommt nochmals von Amelie Was hat dich die Selbstständigkeit gelehrt?
00:16:52: Ich finde, diese Frage eignet sich ganz gut als letzte Frage vor der Sommerpause.
00:16:58: Weil sie etwas größer ist und weil sie nicht nur mit Fotografie zu tun hat sondern auch mit Arbeit Mit den eigenen Entscheidungen Und dem eigenen Lebensweg.
00:17:11: ich würde sagen Die selbstständigkeit Hat mich bisher vor allem drei Dinge gelehrte.
00:17:18: Das erste ist, gerade wenn man als Soloselbstständiger im kreativen Bereich unterwegs ist kennt man das eigene Business am Ende immer noch selbst am besten.
00:17:30: Das bedeutet nicht dass man sich keine Ratschläge von außen holen sollte ganz im Gegenteil.
00:17:35: Manchmal ist es wirklich sehr hilfreich wenn jemand von außend auf die eigene Arbeit schaut oder wenn man mit anderen Überpreise Positionierungen Angebote oder Strategien spricht.
00:17:46: Aber bei den wirklich wichtigen Entscheidungen muss man am Ende auch dem eigenen Wissen vertrauen und vielleicht noch mehr dem eigenen Bauchgefühl, zum Beispiel bei der Frage auf welche Fotografiebereiche man sich spezialisieren möchte.
00:18:01: Natürlich spielen da auch Marktangebot-und Nachfrage eine Rolle.
00:18:06: Es wäre also völlig naiv zu sagen dass das egal ist.
00:18:11: aber wenn mir jemand außenstehendes zb raten würde dass ich mich stärker auf klassische Hochzeitsfotografie konzentrieren sollte, ganz einfach weil man damit vielleicht gutes Geld verdienen kann.
00:18:24: Ich mich in diesem Bereich aber nicht wirklich wohl fühle dann wäre das sehr wahrscheinlich keine gute Entscheidung weder für mich noch für die Kunden am Ende Denn gerade kreative Arbeit funktioniert langfristig nur dann gut wenn sie nicht völlig gegen ihre eigene Persönlichkeit läuft.
00:18:45: Zweite Punkt, den mich die Selbstständigkeit gelehrt hat.
00:18:50: Du musst dauerhaft investieren und zwar nicht nur finanziell sondern vor allem mit Zeit, mit Energie Aufmerksamkeit und Ausdauer.
00:19:01: Ich denke selbstständigkeit ist in dieser Hinsicht ein bisschen ja wie eine Beziehung.
00:19:08: Sie kann sehr schön sein sie kann sehr erfüllend sein aber Sie läuft eben nicht einfach von allein.
00:19:17: Du musst was dafür tun und gerade dann, wenn es gut läuft darf man nicht nachlässig werden Und umgekehrt, wenn das mal nicht so gut läuft sollte man sich aber auch nicht zu schnell entmutigen lassen.
00:19:30: Beides gehört dazu Die Freude, wenn etwas funktioniert und die Phasen in denen du feststellst dass du etwas nachjustieren musst.
00:19:39: Das dritte Learning ist eher ein praktisches und eines mit dem ich zwar schon gerechnet hatte, das in der Selbstständigkeit aber nochmal eine andere Bedeutung bekommen hat.
00:19:50: Ich finde es auf jeden Fall wichtig!
00:19:52: Und zwar hat die Selbstständigung mich bisher gelehrt zwischen Interesse-und Verbindlichkeit zu unterscheiden.
00:20:01: Wenn jemand sagt Ja, das klingt gut oder Das machen wir Oder ich melde mich dann Dann klingt das erstmal gut Aber es ist noch kein Auftrag.
00:20:16: Ein Auftrag ist erst, wenn er wirklich vollkommen verbindlich bestätigt ist – zum Beispiel durch eine unterschriebene Vereinbarung, eine angenommene Angebotsbestätigung oder eine ganz klare schriftliche Zusage.
00:20:32: Das mag vielleicht ein bisschen nüchtern klingen aber ich glaube es ist wirklich eine wichtige professionelle Lernerfahrung!
00:20:42: nicht aus Misstrauen, sondern einfach weil Selbstständigkeit auch bedeutet mit der eigenen Zeit und Energie sorgfältig umzugehen.
00:20:52: Und wenn ich diese drei Punkte zusammenfasse dann würde ich sagen selbstständigkeit hat mich gelehrt meinem eigenen Kompass mehr zu vertrauen und dran zu bleiben und gleichzeitig professioneller mit Erwartungen zusagen und Entscheidungen umzugehnen.
00:21:12: Das waren die fünf Fragen aus dieser kleinen Q&A-Folge und ich merke beim Beantworten solcher Fragen immer wieder, dass sie einen manchmal an Punkte führen können über die man selbst gar nicht so bewusst nachgedacht hätte.
00:21:29: Zum Beispiel das erste Foto mit der Sofortbildkamera oder die Dinge, die ich bisher aus meiner Selbstständigkeit gelernt habe.
00:21:41: Deshalb an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die mir die Fragen zugeschickt haben.
00:21:49: Und auch ein herzlich es Dankeschönen an alle... ...die diesen Podcast seit über einem halben Jahr begleiten!
00:21:59: Als ich mit Nahaufnahme gestartet bin letztes Jahr im Dezember wusste natürlich nicht genau wie sich dieses Format entwickeln würde und ich freue mich einfach sehr dass ihr hier zuhört dass ihr einzelne Folgen teilt, darauf reagiert oder mir Rückmeldungen gebt.
00:22:15: Und wie schon angekündigt mit dieser Folge verabschiedet sich Nahaufnahme jetzt erstmal in eine kleine Sommerpause und Mitte August geht es dann weiter mit neuen Folgen, neuen Gedanken zur Porträtfotografie und auch dem ersten Podcastinterview.
00:22:37: Bis dahin!
00:22:39: wünsche ich dir eine gute Zeit, hab einen schönen Sommer und wir hören uns dann wieder.
00:22:47: Bis bald Dominik!
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